Zahnimplantate in München – Implantologie am Gärtnerplatz
Was ist ein Zahnimplantat?
Ein Zahnimplantat übernimmt die Funktion einer künstlichen Zahnwurzel und wird fest im Kieferknochen verankert. Darauf kann eine einzelne Zahnkrone, eine Brücke oder - bei umfangreichen Zahnverlust - ein implantatgetragener Zahnersatz befestigt werden.
Implantate ermöglichen damit die Versorgung eines einzelnen fehlenden Zahnes ebenso wie die Wiederherstellung mehrerer Zähne oder eines vollständig zahnlosen Kiefers. Gesunde Nachbarzähne müssen für die Versorgung einer einzelnen Zahnlücke in der Regel nicht beschliffen werden.
Digitale und navigierte Implantologie
In unserer Praxis am Münchner Gärtnerplatz nutzen wir für die Implantatplanung moderne dreidimensionale Röntgendiagnostik (DVT). Dadurch können das vorhandene Knochenangebot sowie wichtige anatomische Strukturen bereits vor dem Eingriff dreidimensional beurteilt und die optimale Position des Implantats präzise geplant werden.
Bei entsprechender Indikation kann diese digitale Planung auf eine individuell angefertigte Bohrschablone übertragen werden. Die Implantation erfolgt dann schablonengeführt entsprechend der zuvor am Computer festgelegten Position. Dies ermöglicht ein besonders präzises Vorgehen und kann – abhängig von der jeweiligen klinischen Situation – einen möglichst schonenden Eingriff unterstützen.
Wie läuft eine Implantatbehandlung ab ?
Am Anfang jeder Implantatbehandlung stehen eine ausführliche Untersuchung und die individuelle Planung. Wir beurteilen die Zahn- und Zahnfleischsituation sowie das vorhandene Knochenangebot und legen gemeinsam mit dem Patienten fest, welche implantologische Versorgung sinnvoll ist. Je nach Ausgangssituation wird die konventionelle Röntgendiagnostik durch eine dreidimensionale Aufnahme (DVT) ergänzt.
Wann immer die anatomischen Voraussetzungen es ermöglichen, führen wir Implantationen in unserer Praxis minimalinvasiv und schablonengeführt durch. Die Position des Implantats wird dabei bereits vor dem Eingriff dreidimensional am Computer geplant und mithilfe einer individuell angefertigten Bohrschablone präzise auf die Behandlungssituation übertragen.
Da wesentliche Schritte der Implantation bereits vor dem eigentlichen Eingriff digital geplant sind, kann die operative Behandlung häufig in vergleichsweise kurzer Zeit durchgeführt werden. Das Implantat kann in geeigneten Fällen über einen sehr kleinen Zugang eingesetzt werden, ohne das Zahnfleisch großflächig eröffnen zu müssen. Dadurch kann vielfach auf größere Schnitte und Nähte verzichtet werden.
Das möglichst geringe operative Trauma und die verkürzte Eingriffsdauer können dazu beitragen, Schwellungen und postoperative Beschwerden zu reduzieren. Viele Patienten empfinden insbesondere die Zeit unmittelbar nach einer minimalinvasiven Implantation als deutlich weniger belastend als erwartet.
Nach der Implantation folgt – abhängig von der jeweiligen Ausgangssituation – eine Einheilphase, in der sich das Implantat fest mit dem umgebenden Knochen verbindet. Anschließend erfolgt die endgültige Versorgung mit dem individuell geplanten Zahnersatz, beispielsweise einer einzelnen Krone, einer implantatgetragenen Brücke oder einer umfangreicheren Versorgung. Unter geeigneten Voraussetzungen ist auch eine Sofortversorgung möglich.
Knochenaufbau für Zahnimplantate
Für den langfristig stabilen Halt eines Implantats muss ausreichend Kieferknochen vorhanden sein. Nach einem Zahnverlust kann sich der Knochen jedoch im Laufe der Zeit zurückbilden. Auch anatomische Gegebenheiten – beispielsweise die Lage der Kieferhöhle im Oberkiefer – können das vorhandene Knochenangebot begrenzen.
Reicht der vorhandene Knochen für eine sichere Implantation nicht aus, kann er vor oder gleichzeitig mit dem Einsetzen des Implantats aufgebaut werden. Welche Methode geeignet ist, hängt von Form und Umfang des Knochendefekts sowie von der geplanten Implantatposition ab.
Je nach Ausgangssituation kommen unterschiedliche Verfahren infrage – von kleineren lokalen Knochenaufbauten über den Sinuslift im Oberkiefer bis zu umfangreicheren Augmentationen bei ausgeprägten Knochendefekten. Die dreidimensionale Diagnostik ermöglicht uns, das vorhandene Knochenangebot präzise zu beurteilen und den notwendigen Knochenaufbau individuell zu planen.
Einzelzahnimplantat - einen fehlenden Zahn ersetzen
Fehlt nur ein einzelner Zahn, kann ein Implantat die fehlende Zahnwurzel ersetzen und anschließend mit einer individuell angefertigten Krone versorgt werden. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber einer klassischen Brücke besteht darin, dass die gesunden Nachbarzähne in der Regel nicht beschliffen werden müssen.
Das Implantat übernimmt die Funktion der fehlenden Zahnwurzel und ermöglicht einen festsitzenden Zahnersatz, der sich hinsichtlich Funktion und Ästhetik möglichst harmonisch in die vorhandene Zahnreihe einfügt.
Mehrere fehlende Zähne - implantatgetragene Brücken
Auch wenn mehrere Zähne nebeneinander fehlen, muss nicht zwangsläufig jeder fehlende Zahn durch ein eigenes Implantat ersetzt werden. Je nach Ausgangssituation können mehrere Implantate als stabile Pfeiler für eine festsitzende implantatgetragene Brücke dienen.
Dadurch lassen sich auch größere Zahnlücken festsitzend versorgen, ohne herausnehmbaren Zahnersatz verwenden oder gesunde Nachbarzähne als Brückenpfeiler beschleifen zu müssen. Anzahl und Position der Implantate werden individuell anhand der anatomischen und funktionellen Voraussetzungen geplant.
Implantate bei zahnlosem Kiefer
Auch bei vollständigem Zahnverlust können Implantate eine stabile Grundlage für neuen Zahnersatz schaffen. Je nach individueller Situation sind sowohl festsitzende als auch herausnehmbare implantatgetragene Versorgungen möglich.
Implantate übernehmen dabei die Funktion künstlicher Zahnwurzeln und geben dem Zahnersatz einen sicheren Halt. Dadurch kann insbesondere gegenüber einer rein schleimhautgetragenen Totalprothese ein deutlich stabileres Kau- und Tragegefühl erreicht werden.
Wie viele Implantate benötigt werden und welche Versorgung sinnvoll ist, hängt unter anderem vom vorhandenen Knochenangebot, der Kieferform, den funktionellen Voraussetzungen und den persönlichen Wünschen des Patienten ab. Die Planung erfolgt deshalb individuell und auf Grundlage der dreidimensionalen Diagnostik.
Feste Zähne an einem Tag - All-on-4 und All-on-6
Bei weitgehend oder vollständig zahnlosem Kiefer kann unter geeigneten Voraussetzungen eine festsitzende Versorgung auf wenigen strategisch positionierten Implantaten möglich sein. Bei den sogenannten All-on-4- und All-on-6-Konzepten wird ein vollständiger Zahnbogen auf vier beziehungsweise sechs Implantaten abgestützt.
Ein besonderer Vorteil dieser Versorgung besteht darin, dass die Implantate bei ausreichender Primärstabilität unmittelbar nach dem Eingriff mit einem festsitzenden provisorischen Zahnersatz versorgt werden können. Der Patient kann die Praxis dadurch in geeigneten Fällen noch am selben Tag mit festen Zähnen verlassen.
Die Implantatpositionen werden zuvor dreidimensional geplant. Durch die gezielte Positionierung der Implantate lässt sich das vorhandene Knochenangebot möglichst optimal nutzen. Je nach anatomischer Situation kann dadurch ein zusätzlicher Knochenaufbau vermieden oder reduziert werden.
Nach der Einheilphase wird die provisorische Versorgung durch den individuell angefertigten endgültigen Zahnersatz ersetzt. Ob eine Sofortversorgung nach dem All-on-4- oder All-on-6-Konzept möglich und sinnvoll ist, entscheiden wir nach sorgfältiger Untersuchung und individueller Planung.
Implantate für besseren Prothesenhalt
Eine schlecht sitzende oder lockere Zahnprothese kann beim Essen und Sprechen erheblich stören und die Lebensqualität einschränken. Implantate können einer herausnehmbaren Prothese zusätzlichen Halt geben und dafür sorgen, dass sie beim Kauen und Sprechen deutlich sicherer sitzt.
Je nach Knochensituation und vorhandener Prothese können bereits wenige Implantate ausreichen, um den Prothesenhalt wesentlich zu verbessern. Die Verbindung zwischen Implantaten und Prothese kann beispielsweise über spezielle Halteelemente oder eine Stegkonstruktion erfolgen. Die Prothese bleibt dabei zur Reinigung herausnehmbar, erhält im Mund jedoch eine deutlich stabilere Verankerung.
In geeigneten Situationen können auch Mini-Implantate eine Möglichkeit zur Stabilisierung einer vorhandenen Prothese darstellen. Aufgrund ihres geringeren Durchmessers lassen sie sich in bestimmten Fällen mit einem vergleichsweise kleinen operativen Eingriff einsetzen.
Welche Lösung sinnvoll ist, hängt vom vorhandenen Knochenangebot, dem Zustand der bestehenden Prothese und den individuellen Wünschen des Patienten ab. Nach Untersuchung und gegebenenfalls dreidimensionaler Diagnostik planen wir die Versorgung individuell.
Häufige Fragen zu Zahnimplantaten
Wie lange dauert die Einheilung eines Zahnimplantats?
Nach dem Einsetzen benötigt ein Zahnimplantat Zeit, um sich fest mit dem umgebenden Kieferknochen zu verbinden. Die Einheilzeit hängt unter anderem von der Knochenqualität, der Implantatposition und einem eventuell notwendigen Knochenaufbau ab. In vielen Fällen beträgt sie mehrere Wochen bis einige Monate. Unter geeigneten Voraussetzungen kann eine sofortige provisorische Versorgung möglich sein.
Ist das Einsetzen eines Zahnimplantats schmerzhaft?
Die Implantation erfolgt unter örtlicher Betäubung und ist während des Eingriffs in der Regel nicht schmerzhaft. Durch unsere digitale Planung und die möglichst minimalinvasive, schablonengeführte Vorgehensweise kann der operative Eingriff häufig klein gehalten werden. Dadurch können auch Schwellungen und Beschwerden nach der Implantation reduziert werden. Bei geeigneten Voraussetzungen sind größere Schnitte und Nähte oftmals nicht erforderlich.
Wann ist vor einem Implantat ein Knochenaufbau Notwendig?
Ein Implantat benötigt ausreichend Kieferknochen, um langfristig stabil verankert werden zu können. Ist das Knochenangebot nicht ausreichend, kann ein Knochenaufbau erforderlich sein. Ob und in welchem Umfang aufgebaut werden muss, beurteilen wir anhand der klinischen Untersuchung und – wenn erforderlich – einer dreidimensionalen Röntgendiagnostik. Kleinere Knochenaufbauten können häufig gleichzeitig mit der Implantation durchgeführt werden.
Wie lange hält ein Zahnimplantat?
Zahnimplantate sind grundsätzlich für eine langfristige Versorgung vorgesehen. Ihre Haltbarkeit hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere von Mundhygiene, regelmäßiger professioneller Nachsorge, Knochen- und Zahnfleischgesundheit sowie individuellen Risikofaktoren. Eine pauschale Lebensdauer lässt sich deshalb nicht seriös vorhersagen.
Kann ich direkt nach der Implantation einen festen Zahn bekommen?
Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Sofortversorgung möglich. Entscheidend sind unter anderem die Knochenqualität, die Stabilität des eingesetzten Implantats und die jeweilige Belastungssituation. Bei geeigneten Fällen kann das Implantat unmittelbar mit einem provisorischen festsitzenden Zahnersatz versorgt werden. Bei umfangreicheren Versorgungen kann dies beispielsweise im Rahmen eines All-on-4- oder All-on-6-Konzeptes erfolgen.
Brauche ich für jedes Zahnimplantat ein DVT?
Nein. Eine dreidimensionale Röntgenaufnahme ist nicht bei jeder Implantation erforderlich. Ein DVT kann jedoch sinnvoll oder notwendig sein, wenn anatomische Strukturen, das vorhandene Knochenangebot oder die geplante Implantatposition dreidimensional beurteilt werden müssen. Für eine computergestützte, schablonengeführte Implantation bildet die dreidimensionale Diagnostik eine wichtige Grundlage für die Planung.
Sind Zahnimplantate auch im höheren Alter möglich?
Für eine Implantatbehandlung gibt es keine starre obere Altersgrenze. Entscheidend sind vielmehr der allgemeine Gesundheitszustand, die Mundgesundheit, das vorhandene Knochenangebot und die individuellen Voraussetzungen des Patienten. Auch im höheren Lebensalter können Implantate eine Möglichkeit sein, verloren gegangene Zähne zu ersetzen oder den Halt einer Prothese deutlich zu verbessern.
Was kosten Zahnimplantate?
Die Kosten einer Implantatbehandlung hängen stark von der individuellen Situation ab. Entscheidend sind unter anderem die Anzahl der Implantate, die Art des Zahnersatzes, die notwendige Diagnostik und ein eventuell erforderlicher Knochenaufbau. Nach Untersuchung und Planung können wir den Behandlungsumfang festlegen und einen individuellen Kostenplan erstellen.