Parodontitis behandeln – das Zahnfleisch gesund erhalten
Parodontitis ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates – also des Zahnfleisches und des Knochens, in dem die Zähne verankert sind. Sie gehört zu den häufigsten Erkrankungen im Mund und ist bei Erwachsenen eine der Hauptursachen für Zahnverlust.
Die gute Nachricht: Früh erkannt und konsequent behandelt, lässt sich die Entzündung in den meisten Fällen stoppen. In unserer Praxis am Gärtnerplatz behandeln wir Parodontitis gründlich und schonend – und begleiten Sie auch langfristig, damit sie nicht wiederkommt.
Wie entsteht Parodontitis?
Auslöser sind Bakterien in Zahnbelägen und Zahnstein. Bleiben diese Beläge am Zahnfleischrand, entzündet sich das Zahnfleisch. Mit der Zeit bilden sich Zahnfleischtaschen, in denen sich die Bakterien weiter vermehren. Die Entzündung greift dann auf den Kieferknochen über, der sich nach und nach abbaut.
Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko, zum Beispiel Rauchen, Diabetes, Stress und eine erbliche Veranlagung. Eine unbehandelte Parodontitis betrifft nicht nur den Mund: Die chronische Entzündung kann den ganzen Körper belasten.
Warnzeichen, auf die Sie achten sollten
- Zahnfleischbluten beim Putzen oder beim Essen
- gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch
- Zahnfleischrückgang und freiliegende Zahnhälse
- anhaltender Mundgeruch oder schlechter Geschmack
- gelockerte oder wandernde Zähne
Parodontitis verläuft oft lange ohne Schmerzen. Deshalb wird sie häufig erst spät bemerkt. Bei einem der Warnzeichen sollten Sie die Ursache abklären lassen.
Unsere Behandlung in drei Stufen
- Vorbehandlung: Wir entfernen Beläge und Zahnstein, messen die Tiefe der Zahnfleischtaschen und zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Zähne und Zahnzwischenräume optimal reinigen.
- Behandlung: Unter örtlicher Betäubung reinigen wir die Zahnfleischtaschen und Wurzeloberflächen gründlich.
- Nachbehandlung: In den folgenden Monaten kontrollieren wir, wie das Zahnfleisch abheilt, und legen gemeinsam mit Ihnen die weitere Nachsorge fest.
Nachsorge: damit die Entzündung nicht zurückkehrt
Parodontitis ist eine chronische Erkrankung. Nach der Behandlung kommt es deshalb vor allem auf regelmäßige Nachsorge an: In festen Abständen kontrollieren wir die Zahnfleischtaschen und reinigen die Zähne professionell. Zusammen mit einer guten Pflege zu Hause lassen sich die Zähne so oft über viele Jahre erhalten.
Häufige Fragen zur Parodontitis
Ist Parodontitis heilbar?
Die Entzündung lässt sich in den meisten Fällen zum Stillstand bringen. Bereits abgebauter Knochen wächst in der Regel nicht von selbst nach. Umso wichtiger ist es, früh zu behandeln und das Ergebnis mit regelmäßiger Nachsorge zu sichern.
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Die gründliche Reinigung der Zahnfleischtaschen erfolgt unter örtlicher Betäubung. In den Tagen danach kann das Zahnfleisch empfindlich sein, das klingt aber meist rasch ab.
Was ist der Unterschied zwischen Parodontitis und Parodontose?
Im Alltag werden beide Begriffe oft gleich verwendet. Fachlich ist mit Parodontitis die entzündliche Erkrankung gemeint, um die es fast immer geht. Ein Zahnfleischrückgang ganz ohne Entzündung ist deutlich seltener.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die systematische Parodontitistherapie einschließlich der Nachsorge, wenn die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Wir beraten Sie vorab ausführlich zu den Kosten.
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