Kieferorthopädie für Kinder – sanft begleitet am Gärtnerplatz
Bei Kindern befinden sich Kiefer und Zähne noch in der Entwicklung. Dieses natürliche Wachstum lässt sich nutzen, um Fehlstellungen frühzeitig und schonend zu korrigieren. Häufig beginnt eine kieferorthopädische Behandlung deshalb schon in jungen Jahren mit einer herausnehmbaren Zahnspange.
In unserer Praxis am Gärtnerplatz, zwischen Isarvorstadt und Glockenbachviertel, behandeln wir Kinder so einfühlsam und sanft wie möglich. Eltern beziehen wir von Anfang an ein und erklären jeden Schritt verständlich.
Wann sollte mein Kind zum ersten Mal untersucht werden?
Ein guter Zeitpunkt für eine erste kieferorthopädische Untersuchung liegt häufig im Grundschulalter, wenn die ersten bleibenden Zähne durchbrechen. In bestimmten Fällen kann auch eine frühere Untersuchung sinnvoll sein. Achten Sie zum Beispiel auf folgende Anzeichen:
- Die Zähne stehen sehr eng, gedreht oder überlappend.
- Die oberen Schneidezähne stehen deutlich vor den unteren – oder die unteren vor den oberen.
- Die Zähne treffen beim Zubeißen in einem Bereich nicht aufeinander.
- Einzelne obere Zähne beißen hinter die unteren.
- Ihr Kind atmet überwiegend durch den Mund oder lutscht noch lange am Daumen.
Nicht jede Auffälligkeit muss sofort behandelt werden. In der Untersuchung klären wir, ob und wann eine Behandlung sinnvoll ist.
Herausnehmbare Zahnspangen
Eine herausnehmbare Zahnspange besteht aus Kunststoff- und Drahtanteilen und wird für jedes Kind individuell angefertigt. Je nach Fehlstellung werden für Ober- und Unterkiefer eigene Spangen hergestellt. Mit sanftem Druck kann die Spange zum Beispiel den Kiefer dehnen, das Kieferwachstum lenken und Platz für die bleibenden Zähne schaffen.
Damit die Spange wirkt, sollte sie während der Behandlung etwa 14 Stunden am Tag getragen werden. Zum Essen und beim Sport wird sie herausgenommen. Wie lange die Spange insgesamt getragen und wie oft sie nachgestellt wird, legen wir individuell fest.
Feste Zahnspangen und Aligner für ältere Kinder und Jugendliche
Sind die bleibenden Zähne durchgebrochen, kann je nach Ausgangssituation auch eine feste Zahnspange mit Brackets oder eine Behandlung mit durchsichtigen Alignern infrage kommen. Mehr dazu erfahren Sie auf unseren Seiten zur Kieferorthopädie und zu Alignern.
Wie läuft die Behandlung ab?
- Untersuchung und Beratung: Wir untersuchen Zähne, Kiefer und Biss Ihres Kindes und besprechen mit Ihnen, ob und wann eine Behandlung sinnvoll ist.
- Diagnostik: Je nach Fragestellung erfassen wir die Zähne Ihres Kindes mit einem digitalen Scanner oder mit klassischen Abdrücken, aus denen Kiefermodelle hergestellt werden. Für manche Diagnosen sind solche Modelle besonders aussagekräftig, weil sich Zahnstellung und Biss daran direkt beurteilen lassen. Je nach Befund kommen Fotos und Röntgenaufnahmen hinzu.
- Behandlungsplan: Wir erstellen einen individuellen Plan und informieren Sie über Ablauf, Dauer und Kosten.
- Behandlung: Ihr Kind erhält seine Zahnspange. Wir zeigen Ihnen beiden, wie sie eingesetzt, gepflegt und getragen wird. In regelmäßigen Kontrollterminen überprüfen wir den Fortschritt und stellen die Spange nach.
- Ergebnis sichern: Nach der aktiven Behandlung schützt ein Retainer das Ergebnis.
Tipps für Eltern
- Tragezeit im Blick behalten: Der Erfolg hängt wesentlich davon ab, dass die Spange lange genug getragen wird. Ein fester Rhythmus – zum Beispiel nachmittags und nachts – hilft.
- Spangendose immer dabei: Wenn die Spange herausgenommen wird, gehört sie in die Aufbewahrungsbox. So geht sie nicht verloren und wird nicht beschädigt.
- Gründlich putzen: Die Spange wird zum Zähneputzen herausgenommen und mit einer normalen Zahnbürste und Zahnpasta gereinigt. Spezielle Hilfsmittel sind nicht nötig.
- Kontrolltermine einhalten: Nur so können wir die Spange rechtzeitig nachstellen und den Fortschritt überprüfen.
Häufige Fragen zur Kieferorthopädie für Kinder
Ab welchem Alter braucht ein Kind eine Zahnspange?
Das hängt von der Art der Fehlstellung ab. Eine erste Untersuchung ist häufig im Grundschulalter sinnvoll. Manche Fehlstellungen sollten früh behandelt werden, bei anderen ist es besser, abzuwarten, bis mehr bleibende Zähne durchgebrochen sind. Wir beraten Sie dazu individuell.
Tut eine Zahnspange weh?
Die Behandlung ist in der Regel nicht schmerzhaft. Nach dem Einsetzen oder Nachstellen der Spange spüren viele Kinder für einige Tage ein Druckgefühl an den Zähnen. Das ist normal und klingt meist schnell wieder ab.
Wie viele Stunden am Tag muss die Spange getragen werden?
Herausnehmbare Spangen sollten während der Behandlung etwa 14 Stunden am Tag getragen werden. Zum Essen und beim Sport wird die Spange herausgenommen. Die genaue Tragezeit legen wir für jedes Kind individuell fest.
Wie lange dauert eine Behandlung?
Die Dauer hängt von der Fehlstellung, dem Wachstum und der Mitarbeit Ihres Kindes ab. Nach der Untersuchung können wir Ihnen eine realistische Einschätzung geben.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Bei gesetzlich versicherten Kindern und Jugendlichen übernimmt die Krankenkasse die Kosten, wenn die Fehlstellung einen festgelegten Schweregrad erreicht. Sie zahlen zunächst einen Eigenanteil von 20 Prozent – bei gleichzeitig behandelten Geschwistern 10 Prozent für jedes weitere Kind. Nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung wird dieser Eigenanteil von der Krankenkasse erstattet. Zusatzleistungen, die über die Kassenleistung hinausgehen, sind privat zu tragen. Bei privat Versicherten richtet sich die Erstattung nach dem jeweiligen Tarif.
Was passiert, wenn die Spange kaputtgeht oder verloren wird?
Melden Sie sich in diesem Fall bitte möglichst bald bei uns. Wir prüfen, ob die Spange repariert werden kann oder neu angefertigt werden muss, damit die Behandlung ohne lange Unterbrechung weitergehen kann.
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